AFT-Hochregallager für Rohkarossen

Hochregallager für Rohkarossen

AFT hat – durch zahlreiche Lieferungen im In- und Ausland – umfangreiche Erfahrung in der Karossenlagertechnik.

Ein niederländischer Autobauer beauftragte Ende 2013 die Firma AFT mit der Generalunternehmerschaft für die Realisierung eines kompletten Rohkarossen-Hochregallagers.
Das ca. 20 m hohe Lager stellt mit seinen 420 Stellplätzen einen Kapazitätspuffer zwischen den Produktionsbereichen „Rohbau“ und „Lack“ dar. Für die Einlagerungsstrategie gelten die Vorgaben der Lagerverwaltung im Produktionsleitsystem (PLS). Dieses orientiert sich bei der Zuteilung eines Lagerplatzes an einer gleichmäßigen Verteilung der Karossentypen auf die 3 Gassen. Außerdem werden vom PLS zunächst Lagerplätze belegt, welche sich in der Nähe zur Auslagerungsposition des Hochregallagers befinden, um damit die Fahrwege der Regalbediengeräte möglichst kurz zu halten. Die Auslagerung der Karossen durch die Regalbediengeräte ist dann entsprechend der Kundenbestellungen, damit diese die gewünschte Farbgebung erhalten. Vor dem Weitertransport in die Lackierung wird nochmals durch genaue visuelle Kontrolle geprüft, ob eine Nachbearbeitung erforderlich ist. Als Transport- und Lagerhilfsmittel dienen sogenannte „BodyBars“ (an den Bodenkonturen der Karosse fixierte Aufnahmevorrichtungen), welche die exakte Positionierung sowie ein beschädigungsfreies Handling der Karossen ermöglichen. Die „Bodybars“ werden, vor Übergabe der Karosse an die Förderstrecke zur Lackierung, wieder von der Bodengruppe entfernt.
Drei ca. 20 m hohe Regalbediengeräte, mit einer Länge von jeweils fast acht Metern, werden nach Produktionshochlauf rund um die Uhr arbeiten. Die bereits heute erzielte hohe Systemverfügbarkeit und Leistung des HRL entspricht in vollem Umfang den Anforderungen des Autobauers an die Zuverlässigkeit des Gesamtsystems.
AFT hat dieses Projekt in den Niederlanden, mit sämtlichen lager- und fördertechnischen Anlagen inkl. Steuerung und Lagerverwaltungssystem, dem Regalstahlbau und der kompletten Gebäudetechnik (u.a. Dach und Wände, Sprinkler, Heizung), in nur 6–monatiger Bauzeit realisiert.

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